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Wichtiges Messejahr für die gesamte Holz- und Möbelindustrie Umsatz ging von Januar bis August 2002 um 7,6 Prozent zurück



23.10.2002

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Ursula Geismann
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imm cologne 2003 setzt auf Schwerpunktthema „Design“ interzum 2003: Zuliefern in hoher Qualität und gutem Design Da gibt es nur wenig zu beschönigen: Die deutsche Holz- und Möbelindustrie befindet sich weiter in einer äußerst schwierigen, wenn nicht sogar der schwierigsten Phase überhaupt. In den ersten acht Monaten diesen Jahres ging der Umsatz in unserer Gesamtbranche um insgesamt 7,6 % zurück. Verzeichneten wir im gleichen Vorjahreszeitraum noch einen Umsatz in Höhe von 25,93 Mrd. €, so setzten wir von Januar bis August 2002 nur noch 23,96 Mrd. € um – ein Minus von fast 2 Mrd. €. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche ging um 18.559 auf 257.532 (Vorjahr: 276.091) zurück, die der Unternehmen reduzierte sich um 205 auf 3.178 (Vorjahr: 3.383). Sämtliche Teilsparten unserer Branche liegen derzeit – zum Teil deutlich – im Minus. Im Holzgewerbe, also bei den Herstellern von Säge-, Platten und Holzprodukten im baunahen Bereich fiel der Rückgang in den ersten acht Monaten mit 4,5 % nicht ganz so deutlich aus wie bei den Möblern. Doch auch hier lag der Umsatz mit 10,12 Mrd. Euro rund 0,47 Mrd. Euro unter dem Vorjah-resumsatz. Der größte Bereich – die Bau-elemente aus Holz – mussten einen Rück-gang von 4,6 % verzeichnen. Die Holzwerkstoffindustrie liegt mit 1,3 % im Minus, die Sägewerke mit 4,3 %, die Holzverpacker mit 2,9% und die Sparte Holzveredelung mit 14,2 %. Die durchschnittliche Zahl der Betriebe im Holzgewerbe betrug in den ersten acht Monaten 1.691 und damit 150 oder 8,1 % weniger als ein Jahr zuvor. Ein ähnlicher Trend zeigt sich bei den Beschäftigten, die um 9,1 % auf durchschnittlich 97.336 zurück ging. Die Möbelindustrie leidet derzeit bekanntlich besonders unter der allgemeinen Konsumflaute, denn die Verbraucher sind verunsichert und wissen nicht, wie es in den kommenden Monaten weitergeht. Und die Berliner Regierungskoalition hat bisher auch alles dafür getan, dass sich an dieser Verunsicherung nichts ändert. Da wird der Kauf der neuen Einrichtung eben auf die lange Bank geschoben und das Ergebnis spiegelt sich in den nüchternen statistischen Zahlen wider: Im August ging der Umsatz in der Möbelindustrie drastisch um 17,7 Prozent zurück, womit der Umsatz in den ersten acht Monaten 2002 um insgesamt 10,1 % wegsackte. Sämtliche Teilsparten der Möbelindustrie mussten im Zeitraum von Januar bis August Federn lassen. Besonders getroffen hat es die Möbel für Wohn-, Ess- und Schlafzimmer. Hier ging der Industrie-umsatz um 17,2 % zurück. Büro- und Ladenmöbel büßten 11,5 % ein, Küchenmöbel konnten zu 8,1 % weniger abgesetzt werden. Die Hersteller von Sitzmöbeln verzeichneten Umsatzeinbußen von 5,5 %. Insgesamt beschäftigte die Möbelindustrie im Durchschnitt der ersten acht Monate des Jahres 149.736 Frauen und Männer und damit im Jahresvergleich 5,5 % oder 8.783 weniger. Die Zahl der Betriebe ging im gleichen Zeitraum um 53 auf 1.347 zurück. Besserung ist nicht in Sicht. Die Berliner Politik macht dem Mittelstand das Leben nach wie vor sehr schwer. Während vor der Wahl noch Steuererhöhungen tabu waren und von massiven Einschnitten wie bei der Eigenheimzulage – die für unsere Branche besonders negativ sind – keine Rede war, sieht es nach der Wahl ganz anders aus. Was schert mich das Geschwätz von gestern, scheinen sich Schröder & Co. einmal mehr zu denken und greifen Unternehmen und Bürgern kräftig in die Tasche. Mindestbesteuerung für große und kleine Unternehmen, höhere Öko-Steuer, verlängerte Gebäude-Afa sowie steigende Sozialversicherungsbeiträge sind für Investoren und Konsumenten, aber auch für die ohnehin pessimistische Grundstimmung im Mittelstand, das absolut falsche Signal. Von den dringend notwendigen Entlastun-gen ist schon gar nicht mehr die Rede. Eigentlich – wir erinnern uns – sollte ja Anfang 2003 die nächste Stufe der Eichelschen Steuerreform kommen und die versprochenen Entlastungen bei der Einkommensteuer bringen. Schon diese Verschiebung bedeutet eine faktische Steuererhöhung um 6,3 Mrd. €. Daneben wird die Körperschaftsteuer erhöht und die nächste Stufe der Öko-Steuer (2,8 Mrd. €) steht ins Haus. Und jetzt wird noch einmal draufgesattelt und diese weiteren Steuererhöhungen auch noch als Sparpaket verkauft. Sparen auf Kosten der Unternehmen und des Konsums - damit katapultiert sich Deutschland noch weiter in die ökonomische Schlusslicht-Position. Die Spirale dreht sich weiter in die falsche Richtung, wenn nicht endlich die notwendigen Strukturreformen angepackt werden und Unternehmen wie Verbrauchern mehr Luft zum Atmen gelassen wird. Angesichts der derzeitigen Rahmenbedin-gungen wird unsere Branche in diesem Jahr sicher mit einem deutlichen Minus abschließen. Falls die Wirtschaft und die Stimmung der Verbraucher im jetzt laufenden letzten Quartal wieder anziehen, scheint für die Möbelindustrie ein Umsatzrückgang um etwa 8 % und für die Gesamtbranche von 5 bis 6 % realistisch. Diese Zahlen setzen auf entsprechend schlechten Vorjahresergebnissen auf und belegen damit die Dramatik der Lage. Wohntrends imm cologne 2003 Die ganzheitliche Darstellung des „Woh-nens“ hat sich auch im nächsten Jahr die auf die Fahnen geschrieben. In der deutschen und internationalen Möbelindustrie laufen die Vorbereitungen für die imm cologne 2003 auf Hochtouren. Jetzt ist Innovation für das Produkt Möbel und Kreativität für das Marketing gefragt. Heraus kommen prickelnde Entwürfe für eine neue Möbelgeneration, die vor allem einen Mehrwert verkörpern, der neue Besitzwünsche beim Kunden wecken soll. In der Ausprägung ist heutiges Design vor allem von Vielfalt geprägt. Die empfundene Ästhetik ist aber subjektiv. Und das ist auch gut so, denn so befreit sich Ästhetik von Bewertung und Urteil und ermöglicht erst die Vielfalt nebeneinander gleichwertiger Produkte. Individualität konterkariert Einheit, Einheitstrends sind out, Gutes Design beinhaltet Inspiration. Inspiration kann Schwerpunkte haben. Entwürfe reichen daher vom innovativen Neuen, über das Multifunktionale, bis hin zu in der Retrospektive entstandenem. Viele Entwürfe für die zukünftigen Möbel verkörpern heute einen Mehrwert, der neue Besitzwünsche beim Kunden wecken soll. Was seit Jahren unter dem Begriff der Multifunktionalität kursiert, wird in der kommenden Saison die Eintrittskarte für den Markt sein. Ist es nicht die eigentliche Funktion – wie erweitern, verkleinern, verdrehen – so muss ein Produkt mit einer harten Dienstleistung verknüpft sein. Neues auf der interzum 2003 Traditionell finden wir auf der interzum etliche technische Neuerungen im Zuliefererbereich der Möbelindustrie. Die Zukunft der Möbelbranche ist neben den eigenen An-strengungen auch abhängig von den inno-vativen Entwicklungen der Zulieferer. Daher freuen wir uns auf die zu erwartenden Errungenschaften dieses Industriezweiges und sind schon heute sicher, dass wir mit neuartigen Beschlägen, Möbelmaterialien, Fußböden, Maschinen usw. rechnen dürfen. Hohe Qualität gekoppelt mit hochentwickelter Technologie wird schon bei den Zulieferern mit dem gestiegenen Anspruch an Design verbunden. Die berühmten drei „F“, Form folgt Funktion, haben Dank der innovativen Weiterentwicklungen einen Schub in eine neue Richtung bekommen. Intelligente Technik prägt das Innenleben der neuen Möbel-Generation. Köln ist als weltbekannte Messestadt der größte Möbelmarkt der Welt. Die ist die globale und unverzichtbare Leitmesse für Möbel und Wohnen. Wir freuen uns, Sie im Januar dort begrüßen zu dürfen. Ebenso freuen wir uns auf die Leitmesse im Zulieferbereich, die interzum 2003, die im Mai ihre Pforten öffnen wird.

Weitere Infos:
Ursula Geismann
u.geismann@wohninformation.de

2. Ansprechpartner
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53604 Bad Honnef
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