Heute beginnt der CDU-Parteitag in Stuttgart. Der HDH hat die Anträge vorab analysiert – mit besonderem Blick auf den Holzbau. Wir sagen: Die Richtung stimmt, aber der entscheidende Impuls fehlt noch! Lesen Sie hier die Blitz-Analyse des Leitantrags des Bundesvorstands zum Thema Wohnungsbau.
Zunächst die die gute Nachricht: Im zentralen Antrag des Bundesvorstands wird das Bauen mit Holz immerhin ausdrücklich erwähnt. Die CDU will in Bund und Ländern den Holzbau vorantreiben, weil er „schneller“ und „günstiger“ ist und durch seine CO₂-Bindung „aktiven Klimaschutz“ leistet.
Das ist grundsätzlich ein positives Signal.
Aber: Das ist erstmal alles. Wir haben Ihnen hier den gesamten Text zitiert, damit Sie sich davon selbst überzeugen können.
"Zudem treiben wir als Christlich Demokratische Union in den Ländern und auf Bundesebene beispielsweise das Bauen mit Holz als klimafreundlichen und nachhaltigen Baustoff voran, mit dem regionalen Ressourcen genutzt und CO2 langfristig gebunden werden kann. Wenn mehr mit Holz gebaut wird, kann schneller und damit auch günstiger gebaut und somit Wohnraum geschaffen werden. Das Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz und stärkt ländliche Räume, heimisches Handwerk und die Forstwirtschaft."
Es handelt sich also um eine bloße Absichtserklärung: Konkrete Vorschläge, wie das Bauen mit Holz tatsächlich vorangebracht werden soll, fehlen. Wo sind gezielte Anreizmechanismen für das Bauen mit dem „klimafreundlichen Baustoff“? Wo bleibt der Abbau zentraler regulatorischer Hemmnisse, etwa im Vergaberecht oder bei der Bewertung von VOC-Emissionen?
Solche Anträge, die sich konkrete Ziele setzen, wären richtungsweisende Entscheidungen gewesen. So haben wir nur eine unverbindliche Absichtserklärung erhalten.