Berlin, 20.02.2026. Die deutsche Holzindustrie hat das Jahr 2025 erneut mit einem leichten Umsatzrückgang abgeschlossen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Branchenumsatz im Gesamtjahr um 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
HDH-Hauptgeschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge bewertet die Lage differenziert: „Die Konjunktur hat im letzten Jahr ein Plateau erreicht. Die extrem hohen Rückgänge der vergangenen Jahre haben sich spürbar abgeschwächt. Entscheidend ist weiterhin, dass die Baukonjunktur anzieht. Erste positive Signale, insbesondere bei den Baugenehmigungen, geben dafür Anlass zur Hoffnung. Von der Politik stehen aber immer noch entscheidende Maßnahmen zur Belebung der Baukonjunktur aus, wie zum Beispiel eine Senkung der Baunebenkosten oder private steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten. Eine durchgreifende Erholung der Konkunktur erwarten wir jedoch weiterhin erst im Jahr 2027.“
Einbußen verzeichneten erneut die Möbelindustrie mit einem Minus von 3,4 Prozent sowie der baunahe Bereich der Holzindustrie mit einem Rückgang von 2,7 Prozent. Dagegen entwickelten sich die Sägeindustrie mit einem Umsatzplus von 3,6 Prozent und die Holzverpackungsindustrie mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent positiv und lagen jeweils über dem Vorjahresniveau.
Die anhaltend schwache Entwicklung in der Möbelindustrie stand weiterhin unter dem Einfluss der rückläufigen Zahl der Baufertigstellungen sowie der hohen Sparneigung der Konsumenten in Deutschland. Im baunahen Bereich hellten sich die Aussichten dagegen im Jahresverlauf deutlich auf.
Nach dem kräftigen Einbruch in den vergangenen zwei Jahren stieg die Zahl der Baugenehmigungen im Ein- und Zweifamilienhausbau in den ersten elf Monaten 2025 um 14,4 Prozent. Auch im Mehrfamilienhausbau wurde mit einem Plus von 8,9 Prozent eine spürbare Belebung registriert.
Die insgesamt negative Umsatzentwicklung blieb nicht ohne Folgen für die Strukturen der Branche. Die Zahl der Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten sank im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 861. Auch die Zahl der Beschäftigten ging um 3,4 Prozent auf 139.989 zurück.