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WVO gefährdet Rohstoffbasis der Holzindustrie



05.03.2026

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Leonhard Mertens
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Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH)
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Berlin, 5. März 2026 – Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) warnt vor den Folgen der europäischen Wiederherstellungsverordnung (WVO) für die nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Rohstoffversorgung der Holzindustrie in Deutschland. Der Verband fordert die Länder auf, dem Antrag des Freistaats Bayern im Bundesrat zuzustimmen und sich für eine grundlegende Überarbeitung der Verordnung auf europäischer Ebene einzusetzen.

 

Dr. Carsten Merforth, HDH-Präsident und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Rohholz (AGR), erklärt: „Die WVO droht in der vorliegenden Form zu massiven Einschränkungen der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu führen. Damit gerät die Rohstoffbasis unserer gesamten Branche unter Druck. Wir appellieren an die Länder, dem Antrag des Freistaats Bayern im Bundesrat zuzustimmen. Zugleich muss sich die Bundesregierung auf europäischer Ebene für eine grundlegende Überarbeitung der Wiederherstellungsverordnung einsetzen, um die nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Versorgung der Holzindustrie mit dem Rohstoff Holz dauerhaft zu sichern.“

 

Insbesondere das sogenannte Verschlechterungsverbot hat erhebliche Auswirkungen auf die Bewirtschaftung von Wäldern. Dieses sieht vor, dass sich der Zustand bestimmter Flächen anhand verschiedener Indikatoren nicht verschlechtern darf. Es besteht die Gefahr, dass selbst ordnungsgemäße und nachhaltige forstwirtschaftliche Maßnahmen künftig als Verschlechterung gewertet werden könnten. „Wenn nachhaltige Bewirtschaftung faktisch zum Risiko wird, entstehen Nutzungshemmnisse für Waldbesitzer und damit ist auch eine spürbare Reduzierung des verfügbaren Holzaufkommens zu befürchten“, so Merforth weiter.

 

Die Folgen der Wiederherstellungsverordnung träfen damit nicht nur die Forstwirtschaft, sondern die gesamte Wertschöpfungskette der Holzindustrie und Holzwirtschaft. Eine eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit gefährdet damit auch Investitions- und Planungssicherheit in einer Branche, die eine zentrale Rolle für eine nachhaltige und klimafreundliche Wirtschaft spielt.

 

Hintergrund:

 

Der Freistaat Bayern hat eine Bundesratsinitiative zur EU-Wiederherstellungsverordnung eingebracht. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf europäischer Ebene für eine Außerkraftsetzung der Verordnung einzusetzen, mindestens jedoch für eine grundlegende Überarbeitung. Nach Auffassung der bayerischen Staatsregierung enthält die Verordnung weitreichende Ziele mit erheblichen Auswirkungen auf die Länder sowie umfangreiche Überwachungs- und Berichtspflichten für die Verwaltungen. Zudem fordert Bayern, dass ein nationaler Wiederherstellungsplan nicht ohne Zustimmung des Bundesrates an die EU-Kommission übermittelt werden darf, um den Interessen der Länder stärkeres Gewicht zu verleihen.


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